Pusteblumenfaszination

Pusteblumen lösen in mir sommerliche Gefühle aus. Ein Gefühl von Leichtigkeit, Schwerelosigkeit, das Empfinden Mutter Natur zu unterstützen in der Verbreitung dieser wundersamen Blume, die nicht erst seit Peter Lustig bekannt ist. Ich wollte schon immer mit diesem Thema arbeiten, da ich mich angezogen fühle von grossen Formen, die über eine Leichtigkeit verfügen. So eine Pusteblume ist nicht grade klein, mein Exemplar misst 4,4 cm. Ich habe versucht meine Pusteblume zu wiegen, immerhin zeigt meine Karatwaage bis auf 0,1 Gramm genau an, aber sie ist zu leicht! Und beim Versuch sie aus der Nähe genauer zu betrachten, passiert es mir, das sie schon, in einzelne Pusteblumensamenkörner aufgeteilt, davon fliegt. Dieses “Phänomen Pusteblume” möchte ich festhalten, aber wie? In einem entzückenden kleinen Laden finde ich eine Pusteblume, eingefangen in einer kleinen Flasche, kopfüber hängend. Die Besitzerin des Ladens erklärt mir, wie sie jährlich dieses kleine Wunder vollbringt. Das bringt mich auf die Idee, eine kleine “Vitrine” in einem alten Honigglas für meine Pusteblume zu schaffen. Dort steht sie nun und schaut mich an. Mein Blick fällt auf einen alten Silberanhänger aus der Kalevala-Serie, den ich von meiner Mutter geerbt habe. Mitten in dem grossen Silberanhänger prangt ein etwa 2 cm großer Rauchquarz. Dieser Quarz vergrössert alles was sich hinter ihm befindet, eine Erinnerung aus Kindertagen. Und da ist meine Idee vor meinem inneren Auge: ich werde ein Samenkorn hinter einem Bergkristall fassen, so dass das zarte Gebilde nicht nur geschützt ist, sondern obendrein vergrössert wird, wie unter einer Lupe.

Inzwischen gibt es das Pusteblumensamenkorn als Anhänger und Ring und es haben sich schon ein paar Begeisterte gefunden, die sich daran erfreuen und sie tragen……….